Praktische Überlegungen

Re-Balancing, Risikoprofilierung, Cashflow & Co.

Praktische Überlegungen

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Punkten, die möglicherweise bei der Verwaltung Ihrer Portfolios berücksichtigt werden müssen. Im Rahmen unserer Beratung werden alle ergriffenen Maßnahmen dokumentiert und schriftlich festgehalten.

Portfoliorebalancierung

Wiederherstellen der strategischen Asset Allocation

Portfolio-Rebalancing (Deutsch: Ausbalancieren des Portfolios) ist eine Taktik, die von vielen Experten empfohlen wird und eng mit dem Buy and Hold-Ansatz verbunden ist. Rebalancing dient der Wiederherstellung der ursprünglich gewählten Asset Allocation.

Der Grundgedanke einer Buy-and-Hold-Strategie ist häufige Umschichtungen zu vermeiden. Anstatt dessen wird eine strategische Asset Allocation festgelegt und über Jahre hinweg verfolgt.

Doch die gleiche Strategie über Jahre im Portfolio beizubehalten ist auch eine Herausforderung. Denn auch ohne aktive Veränderungen im Depot kommt es durch Wertschwankungen der einzelnen Positionen zu Veränderungen der Anlagestruktur. Das bedeutet, dass die Portfolioaufteilung im Zeitverlauf stark von der ursprünglich festgelegten Anlagestruktur, der strategischen Asset Allocation, abweichen kann. Dann ist es Zeit für ein Portfolio-Rebalancing. Hierbei werden die Positionen, die stark an Wert gewonnen haben, anteilig verkauft und Positionen, die an Wert verloren haben, zugekauft. So wird die ursprüngliche Verteilung des Portfolios und damit auch das gewünschte Risiko-Rendite-Profil wiederhergestellt.

Veränderung der Portfoliostruktur am Beispiel eines 50:50 Aktien-Renten-Portfolios

Quelle: justETF.com

Zur Verdeutlichung haben wir ein einfaches Beispiel-Portfolio mit einer strategischen Anlagestruktur von 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen erstellt. Im Beispiel-Portfolio hat der Aktien-Anteil seit Portfolioauflage um 42 Prozent an Wert gewonnen. Der Renten-Anteil im Vergleich ist nur um 18 Prozent gewachsen. Dies hat dazu geführt, dass sich die Aktien-Renten-Verteilung von 50:50 auf 45:55 verschoben hat. Wie auch der Chartverlauf zeigt, weist der Aktien-Anteil eine deutlich höhere Kursschwankung (Volatilität) als der Renten-Anteil auf. Somit bedeutet ein höherer Aktien-Anteil auch ein höheres Risiko im Portfolio.

Mit einem Portfolio-Rebalancing wird die 50:50 Verteilung von Aktien und Renten im Portfolio wiederhergestellt. Das bedeutet für das Beispiel-Portfolio, dass 16 Stücke des Aktien-ETFs verkauft und 2 Stücke des Renten-ETFs nachgekauft werden müssten.

Portfolio-Rebalancing am Beispiel eines 50:50 Aktien-Renten-Portfolios mit justETF

Quelle: justETF.com, Screenshot justETF Portfolio-Rebalancing für das Beispiel-Portfolio

Warum macht Rebalancing Sinn?

Es gibt drei gute Gründe warum Ihnen Portfolio-Rebalancing langfristig einen Mehrwert bietet:

Risikokontrolle
Die Börse ist ein Auf und Ab. Es kommt immer wieder zu Übertreibungen an den Märkten. Somit gibt es Phasen in denen sich der Anteil risikoreicher Anlagen deutlich erhöht und das Gesamtportfolio nicht mehr Ihrer Risikobereitschaft entspricht. Mit einem Portfolio-Rebalancing steuern Sie als Anleger Ihr Risikoniveau auf einfache Weise; kostengünstig und zeitsparend.

Antizyklisches Handeln
Ein Portfolio-Rebalancing liefert tendenziell antizyklische Handelssignale. Das bedeutet, dass Anteile an risikoreicheren Positionen (wie zum Beispiel Aktien) in Hochphasen tendenziell abgebaut werden und in Tiefphasen wieder aufgebaut werden. Das verbessert langfristig die Renditechancen.

Anlagedisziplin
Portfolio-Anpassungen auf Basis einer Rebalancing-Strategie, wie beispielsweise anhand von Anlagegrenzen, eliminieren den Bedarf für Markttiming. Damit ist es ein idealer Ansatz für Privatanleger den psychologischen Fallstricken der Geldanlage entgegen zu wirken.

Was kostet Rebalancing?

Portfolio-Rebalancing ist nicht kostenfrei. Grundsätzlich fallen beim Handeln Transaktionsgebühren und möglicherweise Steuern auf Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Positionen an. Diese Kosten müssen bei einem Rebalancing immer in Betracht gezogen werden. Kosten und Nutzen eines Rebalancings müssen im Verhältnis bleiben. Bei zu hohen Kosten sollte auf ein Portfolio-Rebalancing einzelner Positionen oder gar komplett verzichtet werden.

Cash Flow-Rebalancing durch eine Einzahlung

Neben einem klassischen Portfolio-Rebalancing bei dem einzelne Positionen verkauft und andere gekauft werden, kann auch ein Cash Flow-Rebalancing durchgeführt werden. Dabei wird die strategische Anlagestruktur des Portfolios mit einer Einzahlung wiederhergestellt. Dies hat den Vorteil, dass nur Käufe getätigt werden. Steuerpflichtige Veräußerungsgewinne fallen damit nicht an.

Klassisches Portfolio-Rebalancing vs. Cash Flow-Rebalancing durch eine Einzahlungsettings.

Risikoprofilierung

Die Risikoprofilierung erstellen wir mit Hilfe des RiskProfilers von FinaMetrica, der zu den weltweit führenden Verfahren zur Messung der finanziellen Risikobereitschaft zählt und sich bereits millionenfach bewährt hat. Den Kern der Beratung bildet ein wissenschaftlich fundierter psychometrischer Fragebogen. Die Auswertung der 25 Fragen führt zu einem deutlich verbesserten Verständnis im Umgang mit Geldanlagen.

Eines der größten Risiken für den Erfolg von Geldanlagenstrategien ist nicht der Kapitalmarkt, sondern das eigene Verhalten. Unsere Entscheidungen werden nicht durch die Verarbeitung rationaler Informationen bestimmt, sondern überwiegend durch frühe Prägungen, Emotionen und unterschwellige Muster, die uns wie ein Navigator beeinflussen und steuern.

FinaMetrica beantwortet die grundlegende Frage, wie wir persönliche, zielorientierte Finanzentscheidungen treffen (können). Es visualisiert das persönliche Muster und somit wichtige Aspekte der individuellen Risikobereitschaft.

Das zentrale Ziel von FinaMetrica ist die Ermittlung der persönlichen Komfortzone, innerhalb dessen Grenzen Finanzentscheidungen zielorientiert und mit einem guten Gefühl getroffen werden.

Warum ist die Ermittlung der Komfortzone so wichtig?

Weltweite wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Risikobereitschaft (denken, fühlen, handeln) ein sehr stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist und hervorragend als Basis zum Aufbau und zur Überprüfung von Finanzentscheidungen herangezogen werden kann.

Wir unterscheiden vier zentrale Aspekte der Komfortzone:

Risikobereitschaft – wie viel Risiko bin ich bereit emotional zu übernehmen um meine Ziele zu erreichen?

Risikokapazität – wie viel Risiko kann ich eingehen ohne mich finanziell zu übernehmen?

Risikobedarf – wie viel Risiko muss ich eingehen um meine Ziele erreichen zu können?

Risikowahrnehmung – Wie empfinde ich tatsächlich eingetretene Marktschwankungen?

Nach Erstellung des persönlichen Risikoprofis ist es ratsam, vorhandene Geldanlagenstrategien Ihren persönlichen Anforderungen entsprechend zu analysieren und zu optimieren. Im Anschluss können dem Aufbau der Geldanlagestrategien weitere entscheidungsrelevante Kriterien wie Anlageziel, Laufzeit und Steuern hinzugefügt werden. Die persönliche Risikotragfähigkeit und der Risikobedarf sind hierbei zu berücksichtigen und runden die persönliche Risikoprofilierung ab.

Ja, ich will kostenlos an der FinaMetrica-Risikoprofilanalyse teilnehmen.

7 + 8 =

Cashflow-/Liquiditäts-Planung

Mit Hilfe der Cash-Flow-Planung können Sie bereits frühzeitig erkennen, welche finanziellen Mittel Ihnen in Zukunft zur Verfügung stehen, ob Sie Ihre Lebenshaltungskosten und sonstige Verbindlichkeiten aufrecht erhalten können oder gezwungen sein könnten, Privatausgaben einzuschränken, um finanziell zu überleben. Abnehmender Cash-Flow (Finanzkraft) verringert Ihre Fähigkeit, Ihre Schulden zu tilgen und verhindert darüber hinaus künftige, sinnvolle Investitionen zu tätigen. Als Folge von sinkendem Cash-Flow erhöht sich der Verschuldungsgrad. Er gibt das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Cash-Flow an. Bei vergleichsweise großem Cash-Flow können Sie das Fremdkapital schnell zurückzahlen, bei geringem sehr langsam. Nehmen nun bei gleichbleibendem Fremdkapital die erwirtschafteten Finanzmittel pro Jahr ab, dann steigt die Zeit, die Sie benötigt, um Ihre Schulden zu tilgen. Aus diesem Grund empfehle ich in regelmäßigen Beratungen neben der Vermögensbilanz auch immer die Liquiditätssituation zu beobachten.

Plattformen

Gegenwärtig kooperieren wir mit der Maklerplattform FondsKonzept, die sich auf die Unterstützung unabhängiger Anlageberater spezialisiert hat. Als Depotbank empfehlen wir Ihnen für die MSI Modellportfolios die FFB. Selbstverständlich können Sie Ihr Depot auch bei anderen Banken verwalten lassen.

Anlegerschutz

Im Rahmen der Umsetzung der gewählten Anlagestrategie erhalten Sie von uns umfangreiche Informationen zum Anlegerschutz.

Steuerliche Transparenz

Im Rahmen der Umsetzung der gewählten Anlagestrategie erhalten Sie von uns umfangreiche Informationen zur steuerlichen Transparenz.

Fondsshop

ab 50 Euro monatlich oder

1.000 Euro einmalig.

 

Eine der wertvollsten Kontaktarten ist das persönliche, inspirierende Gespräch.

Kontakt

Michael Schiffer Invest

c/o Expertenteam München GmbH

Sophienstraße 2
80333 München

Tel.  089 41 61 53 53 4
Fax. 089 41 61 53 53 6